Autokäufer können auch vor dem heimischen Gericht auf Rückabwicklung klagen

Das Oberlandesgericht Hamm entschied in seinem Urteil vom 20. Oktober 2015 (Az-.: 28 U 91/15), dass ein Käufer eines Kfz, welches ihm bereits überlassen wurde, die Rückabwicklung des Vertrages bei dem Amts- oder Landgericht seines Wohnortes einklagen kann.

Bisher musste der Käufer am Wohnsitz des Beklagten seine Rechte durchsetzen. Dies führte in der Vergagenheit insbesondere dann zu Problmen, wenn ein Fahrzeug an einem weit entfernten Ort erworben und danach überführt wurde und erst nach der Überführung Mängel auftraten. Soweit die Mängel nicht beseitigt wurden, musste die Rückabwicklung am Ort des Verkäufers eingeklagt werden. Durch diese Zuständigkeitsregelung wurde der für den entsprechende Mangel verantwortliche Verkäufer prozessual ohne nachvollziehbaren Grund privilegiert.

Dem Käufer wird die Durchsetzung seiner Rechte mit diesem Urteil nun erleichtert.

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